Kostenübernahme

1. Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen

Die Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung bei uns wird in der Regel bei entsprechender Indikation und Notwendigkeit durch gesetzliche Krankenversicherungen für die Versicherten vieler Krankenkassen über das sogenannte Kostenerstattungsverfahren übernommen, da jeder Klient gemäß §13 Absatz 3 Sozialgesetzbuch V seiner Krankenkasse gegenüber den Anspruch hat, zeitnah und fachgerecht psychotherapeutisch behandelt zu werden (Sicherstellungspflicht). Voraussetzung hierfür ist, dass der Patient sich zuvor erfolglos um einen zeitnahen Termin bei einem kassenzugelassenen Therapeuten bemüht hat. Das Bundessozialgericht (BSG) hat „zeitnah“ in seiner Entscheidung vom 21.05.1997 auf maximal drei Monate und in dringenden Fällen auf maximal sechs Wochen begrenzt (s. BSG Az. 6 Rka 15/97).

Ist die Krankenversicherung nicht in der Lage, ihren Versicherten innerhalb dieses Zeitraums einen Therapieplatz bei einem kassenzugelassenen Therapeuten zu organisieren, müssen bei der Möglichkeit eines kurzfristig verfügbaren Therapieplatzes bei einem anderen approbierten Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung die Therapiekosten übernommen werden. Wartezeiten auf einen Psychotherapieplatz von mehr als drei Monaten müssen nicht hingenommen werden.

 2. Kostenübernahme durch private Krankenversicherungen 
Die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen bei approbierten Psychologischen Psychotherapeuten die Kosten für eine ambulante Psychotherapie. Je nach individuellen Vertragsbedingungen der Krankenversicherung kann der Umfang der Leistungen (z.B. Stunden pro Jahr) sehr unterschiedlich sein.

3. Kostenübernahme durch die Beihilfestelle 
Eine Kostenübernahme durch die Beihilfestelle ist bei Psychologischen Psychotherapeuten mit dem Verfahren Verhaltenstherapie in der Regel problemlos möglich.

 4. Kostenübernahme auf Selbstzahlerbasis

Wenn Sie die Therapiekosten selbst tragen oder eine Beratung in Anspruch nehmen möchten, besprechen wir mit Ihnen die zu erwartenden Kosten. Eine Psychotherapie selbst zu zahlen, kann sich z.B. auch dann lohnen, wenn Sie sich in Kürze verbeamten oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchten. Nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten beläuft sich eine 50-minütige Sitzung derzeit auf 88,56 Euro nach EBM und 100,55 Euro nach GOP. Diese Kosten sind steuerlich absetzbar.

4.b Kosten für eine ausführliche Psychodiagnostik

Wir bieten Selbstzahlern eine ausführliche Fragebogen-gestützte psychologische Diagnostik an. Binnen drei 50-minütigen Sitzungen wird Ihr psychisches Befinden eruiert, Ihre Persönlichkeit analysiert und mit Hilfe von standardisierten Testverfahren eine Diagnostik vorgenommen und die Ergebnisse besprochen. Die Kostenpauschale beträgt 299 Euro.

5. Kostenübernahme – Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaften übernehmen die Therapiekosten in Fällen, in denen die zu behandelnde Problematik in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. Dies ist der Fall, wenn ihre Probleme unmittelbare Folge eines Arbeitsunfalls (beispielsweise einer Traumatisierung nach einem Arbeitsunfall) sind. Auskunft zur Zuständigkeit kann Ihnen Ihre Berufsgenossenschaft geben.

 

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